Unwetter und seine Folgen

Ob ein Gewitter und seine Begleiterscheinungen wie Hagel oder Starkregen und darausfolgendes Hochwasser oder ein Orkan oder einfach nur langandauernde Hitze und Trockenheit. Mit all diesen Wetterereignissen hatten wir in den letzten Jahren immer wieder zu tun. Auch in Zukunft werden diese Ereignisse eher mehr und extremer werden.

Der Kühbacher Marktplatz nach dem Starkregen am 29.06.2006

Vorbereitungen auf Extremwetterereignisse

Bahnt sich solch ein Extremwetterereignis z. B. Gewitter, Stark- und Dauerregen, Orkan, Schneefall, Frost oder Hitze an, wird das in den Nachrichten (Radio, Fernsehen, Internet) kommuniziert. Bei uns in Deutschland ist der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die Warnung der Bevölkerung vor diesen Wetterereignissen zuständig. Durch einen Klick auf die Warnkarte gelangen Sie auf die Seite des DWD. Hier bekommen Sie auch weitere Informationen wie zum Beispiel Links zu Pegelständen und Waldbrandgefahren. Alles kompakt zusammengefasst gibt es auch in der "WarnWetter-App" des DWD. Hier können Sie sich Warnungen genau für Ihren Standort auf das Smartphone schicken lassen (Infos hierzu gibt es ebenfalls auf der Seite des DWD).

Was ist nun zu tun, wenn eine Warnung herausgegeben wird?

Leider ist es fast nicht möglich ein Unwetter auf die Stunde und den Kilometer genau vorherzusagen. Deshalb werden oft in größeren Gebieten Warnungen herausgegeben, die dann von Zeit zu Zeit konkretisiert werden. Das bedeutet auch, dass das, was in den Warnmeldungen steht, nicht zwingend eintreffen muss, aber passieren kann. Es ist also von Vorteil, wenn man bei einem Unwetter die Warnungen ständig standortbezogen verfolgt.

Bei den Warnungen gibt es verschiedene Farbkategorien (Gelb, Orange, Rot, Lila) also Warnstufen, wie extrem das Wetterereignis ist. Gelb ist die niedrigste Stufe und Lila die höchste. Außerdem gibt es in der jeweiligen Warnmeldung auch Handlungsempfehlungen, wie man sich auf das bevorstehende Unwetter vorbereitet oder zu verhalten hat. Zum Beispiel, dass man vor einem Orkan Gartenmöbel und lose Gegenstände sichern sollte oder, dass man sich bei einem schweren Gewitter nicht draußen aufhalten sollte. Die Warnungen des DWD sind also auch eine Entscheidungshilfe zum Beispiel für Veranstaltungen oder Gartenpartys, wann man am besten im Freien bei einem Unwetter abbrechen sollte.

Das Unwetter ist nun da...was jetzt?

Je besser Sie sich auf das Ereignis vorbereitet haben, desto beruhigter können Sie sein. Leider kann man sich nicht immer zu 100 Prozent schützen. Für den Fall, dass doch mal was passiert, sind wir, die Feuerwehr, rund um die Uhr für Sie da. In einem Notfall rufen Sie immer die 112! Die Feuerwehr ist allerdings zur Gefahrenabwehr da und kein Hausmeisterservice. Bei Extremwetterereignissen ist oft ein größeres Gebiet betroffen, in dem es zu einer Vielzahl an Notrufen kommt. Hier wird dann zwischen zeitkritischen und zeitunkritischen Einsätzen unterschieden. Kurz gesagt: Menschleben in Gefahr ist wichtiger wie ein vollgelaufener Keller. Was bedeutet, dass es bei zeitunkritischen Einsätzen auch zu einer Wartezeit kommen kann, bis HIlfe eintrifft. Wählen Sie also den Notruf auch nur, wenn Sie wirklich Hilfe durch die Feuerwehr benötigen und erklären Sie dem Disponenten am anderen Ende genau das Ausmaß des Notfalls. Folge eines Unwetters kann auch ein Stromausfall sein. Auch darauf kann man sich vorbereiten.

Fazit

Jeder Bürger sollte sich vor den Wetterwarnungen nicht verunsichern lassen, sie aber ernst nehmen und entscheiden, inwiefern man selbst handeln muss. Kleiner Tipp: Informieren Sie sich auch bei Ihrer Versicherung, wie Sie abgesichert sind, wenn doch mal das Wasser im Keller steht, ein Baum das Hausdach zerstört oder ein Blitz einen Brand auslöst.