Stromausfall

Auf einmal ist es dunkel, der Fernseher ist aus und das Internet ist weg. Die ersten Probleme, die sich in unserer Gesellschaft auftun sind nur von geringer Bedeutung. Bis sich eine ausgefallene Heizung bemerkbar macht oder bis der Kühlschrank abtaut, der Handyakku leer wird, ist der Strom meistens wieder da und das gewöhnliche Leben kann weitergehen.

Für Notrufe ist das Kühbacher Feuerwehrhaus notversorgt

Wir haben in Deutschland eine relativ gute Stromversorgung und Ausfälle sind meist nur von kurzer Dauer. Jedoch kann es schon nach ca. einer Stunde ohne Strom zu schwerwiegenden Problemen kommen.

Ist der Strom in einem größeren Gebiet für längere Zeit weg (wie es im Jahr 2020 in Kühbach dreimal vorkam), brechen sehr schnell die Telefon- und Mobilfunkverbindungen zusammen. In diesem Fall, der bereits nach einigen Minuten nach dem Stromausfall eintreten kann, ist es auch nicht mehr möglich den Notruf zu wählen. Das Kühbacher Feuerwehrhaus kann in diesem Fall über einen Stromerzeuger notversorgt werden. Zwar kann auch die Feuerwehr in diesem Fall nicht telefonieren aber über Funk kann Kontakt zur Leitstelle gehalten werden und Notrufe übermittelt werden. Kommen Sie also, wenn Sie während einem Stromausfall die Feuerwehr, den Rettungsdienst oder auch die Polizei brauchen und Sie über Handy und Telefon keinen Notruf absetzen können, ans Feuerwehrhaus. Derzeit kann im Gemeindebereich Kühbach nur das Kühbacher Feuerwehrhaus notversorgt werden.

Wichtig: Der Stromausfall selbst ist kein Notfall, bei dem die Feuerwehr tätig werden muss. Nur die Folgen daraus können Einsätze für die Feuerwehr verursachen und durch die Notstromversorgung des Feuerwehrhauses bleibt die Feuerwehr auch bei einem Stromausfall für Sie einsatzbereit, denn auch die Alarmierung der Einsatzkräfte und die Funktion aller Fahrzeuge und Geräte muss sichergestellt sein.

Notversorgung des Kühbacher Feuerwehrhauses mit einem Stromerzeuger während dem Orkan Sabine im Februar 2020.

 

Langfristiger, flächendeckender Blackout

Auch wenn es ein Katastrophenszenario ist und die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering ist, kann es passieren, dass zum Beispiel durch einen Terroranschlag oder auch wetterbedingt wie 2005 im Münsterland, der Strom auf einem sehr großen Gebiet mehrere Tage wegfällt.

Falls so ein Ereignis eintreten sollte wird sehr bald der Katastrophenfall ausgerufen, und die Lage wird vom Krisenstab im Landratsamt organisiert. Hier wird es dann in erster Linie um die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur gehen. Es müssen Krankenhäuser und Altenheime längerfristig mit Notstrom versorgt werden, die Wasserversorgung und die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln muss organisiert werden und die Sicherheit durch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst muss gewährleistet sein.

Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erfahren Sie, wie Sie sich auf einen Stromausfall und andere Katastrophen vorbereiten können. Ebenso gibt es hier Tipps, wie Sie solche Lagen bewältigen können. Es empfiehlt sich also, sich zu informieren, bevor etwas passiert.